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 Aktuelle Tagespolitik
Gerhard Falk Offline




Beiträge: 437

11.03.2008 08:55
RE: Kater Karlo und Medienfuzzis antworten

Kater Karlo und die Medienfuzzis

Offensichtlich sind die Journalisten jetzt endgültig auf dem Comic-Niveau angekommen. Doch eigentlich würde man damit den Comics, zumindest der klassischen Micky Mouse, unrecht tun. „Kater Karlo……". titelt heute unsere lokale Morgenzeitung und meint damit den SPD-Vorsitzenden und rheinlandpfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck. Nach 14tägiger Krankheit trat er gestern in der Bundespressekonferenz in Berlin zum ersten Mal wieder vor die Öffentlichkeit um Rede und Antwort zu den Koalitionsspielchen in Hessen zu stehen.

Die wichtige Information für die Leser war in schwarzen Lettern festgehalten: „Kater Karlo ….usw.“ Wie sieht der Mann aus, den da die Medien vor sich hertreiben? Wie kann man dem Leser gleich eine Sichtweise auf diesen Mann vermitteln? Wie wird er sich oben halten? Kann er den fortgesetzten Wackelversuchen an seinem Stuhl widerstehen, den offensichtlich bundesweit die Sensationsmedien da herbeireden und –schreiben? Wieder ein Wechsel an der Spitze der SPD, das wäre doch eine schöne Fortsetzung, wenn das hessische Thema ausgelutscht ist. Und dort scheint es nach Presseaufmerksamkeit zu urteilen nichts Wichtigeres zu geben als was da eine eigentlich unbedeutende Landtagsabgeordnete nun zu sagen hat, nachdem alles gelaufen ist. Erst in Urlaub fahren statt zur Arbeit zu erscheinen und dann die Gewissenhafte spielen, so gefällt es der Presse.

Als schlichter Bürger meint man, dass es offensichtlich wohl keine wichtigeren Themen im Land zu geben scheint als unfertige Koalitionen. Wer da mit wem möchte oder wollte, vielleicht sollte oder auch nicht. Während die so genannten seriösen Journalisten, insbesondere die in den TV-Medien, sich gerne überhebend von den Show- und Adelsblättern abgrenzen, sind sie genau auf diesem Niveau angekommen. Politische Sachthemen sind eben nicht mehr unterhaltsam genug und für manchen Schreiberling wohl auch zu komplex geworden. Stattdessen belauert man Koalitionsgespräche, die ohne solche Aufmerksamkeit vielleicht noch den Wahlergebnissen angemessene Ergebnisse bringen könnten.

Wo aber jede Äußerung aus berufenem oder unberufenem Munde waidlich ausgeschlachtet wird, da ist an ein sachliches Gesprächsklima nicht mehr zu denken. Da wird ja die Tatsache, wer überhaupt mit wem spricht schon zur nationalen Krise hochstilisiert. Doch die Politik braucht nun mal die Öffentlichkeit, und so lässt sie alles mit sich machen, was diese Meinungstransporteure zur Auflagensteigerung veranstalten. Was aber deren Pflicht wäre, das müsste mal wieder kritisch „hinterfragt“ werden. Doch bitte nicht in Hinterzimmern sondern vor Ohren und Augen der Öffentlichkeit, aber dafür braucht man sie ja auch wieder. Welchen Korruptionsgrad zwischen Politik und Medien haben wir eigentlich schon erreicht? Vielleicht sollten wir bei den nächsten Wahlen gleich einen Sender oder Verlag wählen, sie bestimmen in unserer Republik ja ohnehin bald mehr was geschieht als die Parlamente, die mittlerweile über fast jedes Stöckchen springen, das ihnen da von den Medienfuzzis hingehalten wird. So darf man Journalisten nicht nennen? Na dann schauen sie mal oben wie der Sprachgebrauch dort „vorgeschrieben“ wird.

„Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt. “
Mahatma Gandhi

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