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 Aktuelle Tagespolitik
Gerhard-Falk Offline



Beiträge: 546

28.02.2008 08:28
RE: Letzte Rettung "Sozial-ökologische Weltwirtschaft" antworten

Letzte Rettung: "Sozial-ökologische Weltwirtschaftsordnung"


Die Spitze des Eisberges erst sei das augenblickliche Szenario europäischer und bald auch weltweiter Steuerfahndung, prophezeit die OECD. Längst haben die Ermittlungen, die in Deutschland ihren Anfang nahmen, den europäischen Kontinent verlassen und laufen jetzt auch in den USA und Australien. Da muss man kein Prophet sein um das voraus zu sagen. Die Profit- und Renditegier ist schon immer global gewesen. Sie ist das teuflische Gesicht der Globalisierung. Erst die ungebremsten Möglichkeiten der gegenseitigen Ausbeutung im fast rechtsfreien Raum der Weltwirtschaft haben diese Exzesse so unübersehbar aufblühen lassen. Dass sich an diesem Raubrittertum nicht nur Privatpersonen und Konzerne beteiligen, sondern auch Staaten, ist sicher auch keine neue Erkenntnis. Warum also jetzt dieser Aufschrei, wenn man doch vorher die Steuerfahndung lieber auf Sparflamme hielt?

Es ist die so genannte „soziale Frage“, mit der sich die Regierungen allerorten konfrontiert sehen. Sichtbar wird das in Deutschland auch an den Wahlerfolgen der so genannten LINKS-Partei. Und wieder geht es eben auch hier um Machtfragen, die endlich Bewegung in die Szene bringen. Was aber jetzt nur national so greifbar ist, wird in nicht allzu langer Zeit die eigentliche globale Fragestellung sein. Auch das ist nichts Neues, es schmerzt halt nur noch nicht so richtig. Und auch hier werden es vermutlich wieder Machtfragen sein, die endlich Bewegung in die Sache bringen und nicht etwa humanitäre oder gar religionsbegründete.

Es ist aber die eigentliche Existenzfrage der Menschheit, die sich hier unübersehbar stellt. Wir haben nur diesen einen Planeten, das Auswandern zum Mars ist „sience-fiction“. Nicht die Anhäufung von Geld und Macht kann zur Lösung dieser Frage die Antriebsfeder sein, sondern der schlichte Wille zum langfristigen Überleben.

Der erste Schritt in diese Richtung wäre die international bindende Vereinbarung einer ökologisch-sozialen Weltwirtschaftsordnung. Je eher die aufstrebenden Staaten erkennen, dass dies alleine ihre Zukunft sein kann, umso größer wäre die Chance, dass sie nicht in die gleiche Falle tappen wie die alten Industriestaaten. Und diese stünden in der Verantwortung auf diesem Wege voran zu gehen, denn lange genug sind sie in die falsche Richtung marschiert.

Es geht heute darum, nicht nur die Steuersünder zu fangen, die finden immer wieder ihre Nischen, sondern sich aus alten Denkstrukturen zu befreien.

"Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt."
Mahatma Gandhi

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