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Dieses Thema hat 3 Antworten
und wurde 704 mal aufgerufen
 Aktuelle Tagespolitik
Gerhard Falk Offline




Beiträge: 437

09.02.2008 23:08
RE: Wer hat denn dem Koch in die Suppe gespuckt? antworten

Die hessischen Wähler haben sich unerhört benommen: Sie haben dem Koch in die Suppe gespuckt, die er glaubte zur Landtagswahl so hervorragend komponiert zu haben. 12 % sind da von seiner Tafel aufgestanden und haben sich verabschiedet, weil sie eine Änderung des Speiseplanes wünschten. Und nicht nur das, sie wollten auch den Wechsel des Küchenpersonals.

Und was passiert? Der Chefkoch sieht sich bestätigt und will nun alles aufgewärmt erneut servieren. Wahrscheinlich ist in seinem Nokia-Handy ein solches Rauschen, dass er glatt meint es handele sich um Applaus. Da muss er etwas missverstanden haben.

CDU- und FDP-Wähler wollten weiterhin die Chefkochsuppe nach Gutsherrenart, doch die restliche Mehrheit wollte mit anderem Küchenpersonal eine andere Speisekarte probieren. Möglicherweise aber ist es auch mit den Rechenkünsten des Gutsherren-Kochs nicht wirklich gut bestellt.

Vielleicht haben aber auch die anderen Parteien, die sich als Gewinner sehen, noch nicht wirklich verstanden, dass die Wähler eben gerade sie beauftragt haben, den Wechsel herbeizuführen. Das allerdings möglicherweise gerade auch trotz der unsinnigen Aussagen: Nein, mit denen will ich nicht an einem Tisch sitzen und Rezepte zusammenstellen, da schmeckt alles so links.

Gerade die Bündnis-Grünen sollten sich erinnern, dass es ihnen auch mal so ging, und dann doch in Hessen ein Anfang gemacht wurde. Dieser Anfang hat dann nicht geradewegs in den Abgrund geführt, wie von der CDU damals prophezeit, sondern letztlich über das hessische Umweltministerium ins Auswärtige Amt.

Wie wäre es, wenn man jetzt mal darüber nachdenken würde, ob die Hessen einen Wechsel wollten. Vielleicht ist ja die Denkpause nach der Hamburgwahl vorbei?

„Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt. “
Mahatma Gandhi

www.falk-dautphetal.eu

peter hoeft ( gelöscht )
Beiträge:

19.02.2008 15:18
#2 RE: Wer hat denn dem Koch in die Suppe gespuckt? antworten

Lieber Gerhard,

da hast Du wohl Recht. Ich halte dieses Spielchen "Regier nicht mit den Schuddelkindern" - sprich die Linke, auch für lächerlich.

Herzlich
Peter

Gerhard Falk Offline




Beiträge: 437

22.02.2008 11:07
#3 RE: Wer hat denn dem Koch in die Suppe gespuckt? antworten

In der FAZ reklamieren heute CDU-Vertreter Wahlbetrug, weil man auch über eine Wahl der hessischen Ministerpräsidentin mit Hilfe der Abgeordneten-Stimmen der LINKE öffentlich nachdenkt.

Wissen denn die CDU-Leute was sie da eigentlich sagen, wenn sie von "Wahlbetrug" reden? Wollen sie Parallelen ziehen zur Verwendung des Begriffs in einigen östlichen Ländern oder in Afrika? Was soll denn der Wähler glauben, dass "Wahlbetrug" sei? Offensichtlich können sie nur noch in macht- und parteipolitischen Strukturen denken. Sicher sind solche Aussagen, dass man mit denen oder jenen nicht zusammen arbeiten könne vor der Wahl auch nicht von besonderem Demokratieverständnis geprägt, doch sind sie vielleicht nur dumm. Nach der Wahl aber den demokratischen Umgang mit einem Wahlergebnis als Betrug zu titulieren ist verwerflich. Alle Abgeordneten sind frei gewählt und haben gleiche Rechte und Pflichten oder meinen die CDU-Leute es gäbe da "Klassenunterschiede". Scheuen sie die politische Auseinandersetzung um Inhalte, weil sie eben nicht an der politischen Willensbildung des Volkes mitwirken wollen? Das aber ist ihre Aufgabe, die Verfassung zu achten und ihren Auftrag zu erfüllen. Und der lautet nun mal, dass alle Abgeordneten gleiche Rechte und Pflichten haben und nur der Verfassung und ihrem Gewissen unterworfen sind.

Die gleiche CDU meinte ja auch mal, dass die GRÜNEN eigentlich Verfassungsfeinde seien und heute? Heute finden sich Politikinhalte der GRÜNEN in fast allen Parteiprogrammen und man hat zahlreiche Koalitionen mit ihnen.

Je eher man mit den LINKEN ganz normal auf der Grundlage unserer Verfassung umgeht, desto eher wird auch dort sich die Spreu vom Weizen trennen.

Je eher man aufhört sich "Betrug" vorzuwerfen, desto leichter wird man über Sachfragen reden und Probleme wirklich lösen können. Wer das nicht will, der ist eigentlich nur an der Macht interessiert, und dem ist dann auch jedes Mittel zweckerfüllend.

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Mahatma Gandhi

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Gerhard Falk Offline




Beiträge: 437

26.02.2008 10:26
#4 RE: Wer hat denn dem Koch in die Suppe gespuckt? antworten

Nach der Hamburgwahl und Hessen wieder vorn?

Schön, dass die SPD-Leute mittlerweile in der Realität angekommen sind. Die Zeit der Sandkastenspielchen sollte vorbei sein, auch wenn das den Medien anscheinend so wichtig ist. Gut, das bringt mehr Meldungen.

Die FDP hat anscheinend völlig vergessen, dass es nicht nur ums Stimmen zählen geht; aber so kannten wir sie ja schon. Früher gab es in dem Verein mal ein paar Leute, die hatten ein wirkliches Anliegen und suchten es zu realisieren. Westerwelle suft lieber auf einer Wählerwelle. Spaßgeneration, muss man halt mögen so etwas. Sein Brett hat er offensichtlich von der CDU geliehen, wie seine Stimmen. In Hessen könnten sie mal wieder festen Boden unter die Füße bekommen. Aber Westerwelle ist mal wieder draußen unterwegs, sucht seine Superwelle.

Hoffen wir, dass es jetzt in Hessen wieder nach vorne geht. "Auf der Stelle treten" war lang genug.

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